Der Nomos-Kommentar „Wahlrecht“ in Erstausgabe
Rüdiger Rath
Das Wahlrecht gehört hierzulande unter Juristen nicht gerade zu den vieldiskutierten Rechtsgebieten. Noch nicht, muss man wohl sagen, denn mit den nach langen Jahrzehnten der „Gemütlichkeit“ (Joschka Fischer) seit ca. einem Jahrzehnt massiv einsetzenden populistischen Angriffen auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung wird wohl auch hier in Mitteleuropa und in Deutschland immer mehr die konkrete Ausgestaltung der Wahlgesetzgebung und -rechtsprechung in den Fokus politischer Debatten rücken. Wie ist das mit der Verkleinerung des Bundestages und den Wahlkreisen? Wie zählt man die Stimmen aus, damit nicht 4,9-Prozent-Parteien sich einen dolchstoßlegendengleichen Opfermythos basteln können? Wie verfassungsrechtlich gerechtfertigt ist die Fünfprozenthürde, wenn durch sie ein Fünftel oder womöglich ein Viertel der Wählerstimmen unter den Tisch fallen? Werden bald etwaige populistische Regierungen (womöglich sogar mit überwältigenden Mehrheiten ausgestattet) anfangen, in Trump- oder Orban-Manier den Zuschnitt der Wahlkreise zu manipuliere?
Der in Erstauflage erschienene NomosKommentar „Wahlrecht“ von Fabian Michl ist ein umfassendes Werk, das sich mit den Regeln und Gesetzen rund um Wahlen in Deutschland beschäftigt. Er erklärt, wie Wahlen organisiert sind, welche Rechte und Pflichten es gibt und wie die aktuellen Reformen – etwa zur Größe des Bundestags oder zu Sperrklauseln – zu verstehen sind. Der Kommentar richtet sich an alle, die sich für die rechtlichen und praktischen Aspekte von Wahlen interessieren, und bietet dabei sowohl juristische als auch politische Einordnungen. Kurz gesagt: Es geht um alles, was man wissen muss, wenn man verstehen will, wie Wahlen in Deutschland funktionieren und welche Diskussionen es dazu gibt.
Fabian Michl (Hrsg.)
Wahlrecht (Kommentar): BwahlG, LwahlR, Direktwahlakt, EuWG, WahlPrG, BverfGG, StGB
Nomos Verlag, 1. Auflage 2026
959 Seiten; 179,00 Euro
ISBN: 978-3-8487-7335-0
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