Das Schicksal heißt Hindenburg

Udo Di Fabio über die Weimarer Reichsverfassung Matthias Wiemers Der Bonner Staatsrechtslehrer Udo Di Fabio zählt zu den eher wenigen Vertretern seiner Zunft, die sich mit Zeitungsartikeln und Büchern auch an ein allgemeines (intellektuelles) Publikum wenden. Wie einige andere Öffentlichrechtler hat auch er sich angesichts des 100jährigen Jubiläums der Weimarer Reichsverfassung mit diesem Verfassungswerk beschäftigt […]

Gesammelte Schriften von Josef Isensee

„Staat und Verfassung“ bilden den breiten Rahmen einer gewichtigen Auswahl von Texten Matthias Wiemers Josef Isensee ist nicht der Mann für Lehrbücher und Kommentare. Soweit bekannt, hat er sich nur vor wenigen Jahren an einem Kommentar zur Saarland-Verfassung beteiligt. Schon frühzeitig, noch vor der eigenen Promotion, trat er vielmehr als Autor von Monographien hervor. Hierbei […]

Der einflussreichste Verfassungsrechtler der Bundesrepublik

Deutsche Juristenbiographien, Teil 23: Günter Dürig (1920-1996) bestimmte den Weg der Rechtsprechung wie kein Zweiter Mattias Wiemers Wohl niemand hätte gedacht, dass der am 25. Januar 1920 als Sohn eines preußischen Beamten in Breslau geborene Günter Dürig einmal ein Staatsrechtslehrer von besonderer Bedeutung werden würde – wohl auch nicht er selbst. Der junge Katholik wird […]

Die Welt aus Bonner Sicht

Matthias Herdegen beschreibt den „Kampf um die Weltordnung“ Matthias Wiemers Der Bonner Staats- und Völkerrechtler Matthias Herdegen, neben seinen Studenten und Lesern seiner zahlreichen Lehrbücher eher den Nutzern des „Maunz-Dürig“, dessen geschäftsführender Herausgeber er seit Jahren ist, bekannt, trat vor nunmehr mehreren Monaten an das Licht einer größeren Öffentlichkeit: Er erbot sich, für den Bundesvorsitz […]

Monumentaldeuter der Verfassung

Deutsche Juristenbiographien, Teil: 22: Ernst-Rudolf Huber (1903-1990) Matthias Wiemers Ernst Rudolf Huber zählt zu den umstrittensten Staatsrechtslehrern des 20. Jahrhunderts, aber ohne Zweifel auch zu den produktivsten und originellsten. Ernst Rudolf Huber war Rheinländer und zugleich Oldenburger. Dies ist auf ein staatsrechtliches Kuriosum zurückzuführen, das Fürstentum Birkenfeld unweit von Trier, das im Jahre 1903, als […]

Der Klassiker des Staatsrechts neu aufgelegt

Altmeister Peter Badura aktualisiert wieder im Drei-Jahres-Rhythmus Matthias Wiemers Das im Jahre 1986 erstmals erschienene „Staatsrecht“ von Peter Badura liegt nun erneut in aktualisierter Form vor. Wieder hat sich am Grundrechtsteil des Grundgesetzes nichts geändert, wohl aber am staatsorganisatorischen Teil, und zwar diesmal u. a. in Form der unseligen „Reform“ der Finanzverfassung vom Juli des […]

Staatsrechtler gegen Sprachpolizei

Ingo von Münch setzt sich mit „PC“ auseinander Matthias Wiemers In seinem neuen Buch bezeichnet sich der 1932 in Berlin geborene Staats- und Völkerrechtler Ingo von Münch einmal beiläufig als Flüchtling. Auf dieses Thema gilt es sogleich zurückzukommen. Schon 1957 (ausgerechnet über ein Thema mit Bezug zur Meinungsfreiheit) promoviert und 1963 habilitiert, trat der Autor […]

Klausurenkurse im neuen Gewand

Klausurenkurs im Staatsrecht I und Klausurenkurs im Verwaltungsrecht Michael Stern Wer im Rahmen der Zwischenprüfung oder im Rahmen der großen Übung Fallpraxis gewinnen möchte, aber vom Studienverlauf natürlich noch nicht so weit ist, den „richtigen“ Klausurenkurs für das Erste Staatsexamen zu besuchen, der kann auf die im C.F. Müller Verlag erscheinende Reihe „Schwerpunkte Klausurenkurs“ zurückgreifen. […]

Staatsrecht Drei in Groß

Frank Schorkopf setzt für ein noch junges Rechtsgebiet neue Maßstäbe Matthias Wiemers Vor etwa 20 Jahren traten neben die etablierten Lehrbücher zum „Europarecht“ solche, die sich „Staatsrecht III“ nannten und die Bezüge des Grundgesetzes zum Völker- und Europarecht vermittelten. Es waren knappe Darstellungen, die umfangmäßig regelmäßig hinter „Staatsrecht I“ und „Staatsrecht II“ zurückblieben, während zuvor […]

Geisteswissenschaftliche Methode und Integrationslehre

Deutsche Juristenbiographien, Teil 12: Rudol Smend (1882-1975) Matthias Wiemers Neben Hans Kelsen und Carl Schmitt ist Rudolf Smend der dritte der drei auch heute noch wirksamen Staatsrechtslehrer der Weimarer Republik. Er hat eine unzweifelhaft auch heute noch so apostrophierte „Smend-Schule“ gebildet, der man in gewisser Weise auch eine Zeitschrift zuordnen kann – das Archiv des […]