„Das Recht der Kreditsicherung“ von Gehrlein/Graewe/Wittig in 12. Auflage
Rüdiger Rath
Gerade einmal drei Jahre nach der Vorauflage geht nun die 12. Auflage des Gehrlein/Graewe/Wittig aus dem Erich Schmidt Verlag an den Start. Wenn dieser das Werk selbstbewusst als „Standardwerk zum Kreditsicherungsrecht schlechthin“ ankündigt, dann hat das schon seine Richtigkeit, denn Vergleichbares wird man auf dem deutschen Buchmarkt kaum finden. Doch ist die fortschreitende Verkürzung der Intervalle zwischen den Auflagen schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass noch zwischen der 8. und der 9. Auflage elf Jahre ins Land gingen (von 2000 bis 2011).
15 namhafte Bearbeiterinnen und Bearbeiter einschließlich der drei Herausgebenden haben nun also auf stolzen 1.288 Seiten in diesem Handbuch mutmaßlich alles zusammengetragen, was gegenwärtig im Bereich der Kreditsicherung von Belang ist. In ihrem Vorwort betonen die Herausgeber die dem Werk von jeher zugrundeliegende Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung mit praxisnaher Darstellung. „Gerade im Kreditsicherungsrecht, das an der Schnittstelle von Vertragsgestaltung, Sachenrecht, Insolvenzrecht, Bankpraxis und Prozessrecht liegt“, so heißt es dort weiter, sei ein solches Gleichgewicht von besonderer Bedeutung. Es gehe nicht nur um dogmatische Präzision, sondern stets auch um verlässliche Lösungen für die tägliche Anwendung.
Herausgekommen ist dabei ein Handbuch, das im Vergleich zur Vorauflage gleichsam kaum einen Stein auf dem anderen lässt, was dem Umstand Rechnung trage, „dass sich die Anforderungen an die Praxis weiter verdichtet haben“. In 20 Paragraphen von den Allgemeinen Grundlagen bis zum Eigentumsvorbehalt werden die unterschiedlichen Instrumente zur Kreditsicherung prägnant, systematisch und ausgerichtet an der höchstrichterlichen Rechtsprechung dargestellt. Das Handbuch bietet eine lösungsorientierte Beleuchtung aller bei der Bestellung, Abtretung und Verwertung von Kreditsicherheiten relevanten Fragenstellungen, bei der auch steuerrechtliche Aspekte und die zunehmende Bedeutung des grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehrs nicht zu kurz kommen. Aktualisierte Fallbeispiele und kommentierte Musterformulare im Anhang zu jeweiligen Kreditsicherungsformen unterstützen den Benutzer bei der sicheren Rechtsanwendung.
Neben der herkömmlichen Print-Buchausgabe und der gleich bepreisten eBook PDF ist der Gehrlein/Graewe/Wittig übrigens auch als „Online-Book“ erhältlich. Dahinter verbirgt sich ein Jahresabonnement zum Preis von 154,00 Euro, was 12,00 Euro netto pro Monat entspricht.
Gährlein / Graewe / Wittig
Das Recht der Kreditsicherung
Erich Schmidt Verlag, 12. völlig neu bearbeitete Auflage
1.288 Seiten; 228,00 Euro
ISBN: 978-3-503-24380-8
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