Die Nische bei den Kirchen

Freie Autoren waren in der DDR zahlreichen Schikanen ausgesetzt – Schreibmöglichkeiten fanden sie oft unter dem Dach der Kirchen Benedikt Vallendar Berlin – „Schreiben ist meine Leidenschaft“, sagt Tabea Majcher. Noch zur DDR-Zeiten hat sie eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Groß geworden ist sie in Oelsnitz, im sächsischen Vogtland. Heute arbeitet Majcher als Disponentin bei […]

Jurist wider Willen

Deutsche Juristenbiographien, Teil 8: Heinrich Heine (1797–1856) Matthias Wiemers Die Universität Düsseldorf trägt seit Ende 1988 den Namen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt – Heinrich Heines. Er zählt zu den bis heute zahlreichen Schriftstellern, die eine juristische Ausbildung genossen haben. Für seine Zeit eher ungewöhnlich, hat er jedoch in diesem heute oft noch so […]

Eine Kur für Herz und Seele

„Schattenriss oder Die Kur in Bad Schönenborn“ von Wolfgang Bittner Katharina Stosno „Es sind die Schwingungen, dachte er, die Schwingungen, die von uns ausgehen und die wir empfangen. Alles, was wir tun, und sogar, was wir denken, kommt auf uns zurück.“ Ein ganz schön spiritueller Satz für einen Roman, der doch recht nüchtern beginnt: Bei […]

Der Meister der Gürteltiere

Ein Treffen mit dem Richter und Schriftsteller Robert Pragst Katharina Stosno Wir treffen uns vor der Zionskirche in Berlin-Mitte im Kiez des Richters und Schriftstellers Robert Pragst. Unser Gespräch führen wir in der „Kapelle“ – einem kleinen Café schräg gegenüber der Kirche. Nachdem ich „Auf Bewährung“ gelesen habe, sitze ich nun dem „Meister der Gürteltiere“ […]

Recht getroffen

Wolfgang Bittners „Rechts-Sprüche“ Jean-Claude Alexandre Ho Mal angenommen, wir hätten einen Sohn, der wollte Richter werden. Was gäben wir ihm dafür mit? Einen Porsche, eine Patek Philippe vielleicht? Ein Wort mit auf den Weg gab der Jurist und Schriftsteller Martin Beradt seinem fiktiven Sohn im Essay „Der deutsche Richter“: „Das Gesetz in seiner majestätischen Gleichheit […]

Recht persönlich: Der Justament-Fragebogen

HEUTE: Dr. Wolfgang Bittner Nachdem er sich während des Referendariats zuweilen wie eine Figur aus Kafkas Romanen vorkam, entschloss sich der Dichterjurist nach einem kurzen Zwischenspiel als Rechtsanwalt zu einer Existenz als freier Schriftsteller. Den Auftakt bildeten 1975 seine polemischen „Rechts-Sprüche“, in denen er mit der Justiz abrechnete. Seitdem schreibt der 1941 im heute polnischen […]

Verbrechen lohnen sich

Ferdinand von Schirach und der Kleist-Preis Jean Claude Alexandre Ho Dass sich Verbrechen lohnen, das würde Ferdinand von Schirach seinen Mandanten nie sagen. Beim Berliner Strafverteidiger selbst sieht das anders aus. Nicht, dass er nun selbst straffällig geworden wäre. Vielmehr hat er den diesjährigen Kleist-Preis gewonnen, und zwar für sein literarisches Debüt Verbrechen. Ferdinand von […]